Werner Pöppelmann

(gest. Juli 1652 in Herford) war ein Sohn von Johann Pöppelmann. Er war Gastwirt des „Goldenen Löwen“ am Alten Markt in Herford. In seinem Haus wurde wohl 1647 im Rahmen des Jülisch-Klevischen Erbfolgekriegs die Übergabe der Stadt an den „Großen Kurfürsten“, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, ausgehandelt.

Werner heiratete im Juli 1627

Ilsabein Wippermann

(gest. angeblich 1663), die Tochter von Jobst Wippermann, dem Reichen aus Lemgo. In den Hexenprozessakten von Lemgo gibt es eine Anklage gegen eine Anne Neddermann, die „den Tod der Frau des Wannen Poppelmann, geb. Wippermann verursacht haben soll“. Die Anklage stammt allerdings von 1655 oder 56, so dass Ilsabein Poppelmann erheblich früher als meist behauptet gestorben sein müsste, wenn sie gemeint ist. Da mir keine andere Frau Pöppelmann, geb. Wippermann bekannt ist und als Zeugin Ilsabeins Schwester Margreta Elisabeth Rottmann befragt werden sollte, gehe ich trotzdem davon aus, dass die genannte Frau Ilsabein war.


Kinder:
  • eine Tochter

    (um 1627 – 1679), verheiratet mit Daniel Stockdeich

  • Anna Elisabeth Pöppelmann

    (geb. 1633), verheiratet mit Andreas Koch, Pastor in Lemgo, Bekämpfer und Opfer der Hexenverfolgung, und ab 1673 mit Hermann Knöpken, Kaufmann in Lemgo. Sie hatte aus erster Ehe drei Kinder Hermann Koch, Margareta Elisabeth, verh. Schnitger und Anna Ilsabein, verh. Reineking.

  • Lucia Sophia Pöppelmann

    (gest. vor 1667), verheiratet mit Bernhard Grabbe, Lehrer in Lemgo, Opfer der dortigen Hexenprozesse. Sie hatten 5 Kinder (u. a. Anna Elisabeth, verh. Bödecker und Diederich Bernhard Grabbe).

  • Johann Daniel Pöppelmann

    (geb. um 1635)

  • Adelheid Pöppelmann

    (1637-1721). Sie heiratete 1658 Johann Kaempfer (10. Juli 1610 – 31. August 1682), Pastor in Lemgo, und wurde damit Stiefmutter des Japanforscher Engelbert Kaempfer und seines älteren Bruders Joachim. Ihr ältester eigener Sohn Andreas Kaempfer wurde Pfarrer und Dozent für orientalische Sprachen. Weitere Kinder: Johann Heinrich (gest. 1717 als Arzt in Stavanger), Johann Daniel (gest. 1709 in Lemgo), Maria Magdalena (1668 – 1722, verh. mit Johann Albrecht Meyer, Bürgermeister von Lemgo), Anna Catharina (1673 – 1749) und eine Tochter, die 1677 nach nur einem Monat starb.

  • Jobst Henrich Pöppelmann

  • eine Tochter

    verheiratet mit Dr. Arnold Sprahte aus Lemgo, dessen Mutter Anna Veltmans ebenfalls Opfer der Hexenprozesse geworden war (nicht vollständig gesichert)

1 Kommentar

  1. Gundula Dangschat

    Die 3. Tochter der Anna Elisabeth Pöppelmann(geb. 1633) war mit Andreas Coccäus (Koch) verheiratet. Deren Tochter Anna Ilsabein Koch heiratet den Kaufmann Hermann Reineking 18.5. 1642 – 23. 9. 1701 Deren Tochter Anna Elisabeth Reineking (1685-1749 in Lemgo) heiratete den Gastwirt Johann Christoph Wippermann (1679 – 1736)

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