Christine Mössner

(16. Juli 1853 in Altbielitz – 25.Februar 1887 in Würzburg) war die Frau von Franz Eichelmann.

Ihr Vater Eduard Ferdinand Mößner (27. August 1815- 27. Februar 1879 in Würzburg) war Maschinenmeister gewesen und stammte aus Zschopau im Erzgebirge. Dort boomte etwa ab 1820 die Textilindustrie. Er war verheiratet mit Wilhelmine Schenk aus Burgau (13. September 1815 – 4. Oktober 1878 in Würzburg). Beide waren evangelisch. Ihre ältesten Kinder Gustav Adolf (5. Januar 1841), Amanda (8. Mai 1842) und Franziska (10. November 1843) wurden noch in Zschopau geboren. Friedrich (geb. 1849), Eduard (geb. 1851) und Hermine (geb. 1855) kamen wie Christine in Bielitz zur Welt. Das liegt im äußersten Westen der historischen Landschaft Galizien und gehörte damals zum k.u.k.-Reich , heute zu Polen. Es war damals ein Zentrum der Wollindustrie und des Textilmaschinenbaus. Außerdem war es – und ist bis heute – eine protestantische Enklave in einer überwiegend katholischen Gegend. Spätestens 1857 lebte die Familie dann in Worms, wo im Juni die jüngste Tochter Ida Ottilie geboren wurde. Am 5. April 1859 meldete sich die Familie dann in Mannheim an. Merkwürdigerweise wurden auf dem Meldebogen jedoch nur die drei ältesten Kinder als „im Haus“, die fünf jüngeren als „außer Haus“ erfasst. Eventuell wurden die Rubriken vertauscht. Sowohl Eduard Mössner wie seine Kinder Gustav Adolf und Franziska erhielten im Mai eine Anstellung in der Badischen Wollen-Manufaktur. Spätestens 1865 war der Vater dann bei der Würzburger Kunstwollfabrik Adam Thaler beschäftigt und lebte zunächst auch auf dem Fabrikgelände in der Schweinfurter Straße 9 (damals Schweinfurter Staatsstraße 444 1/2). Sein ältester Sohn Gustav Adolph, der ebenfalls Maschinenmeister war,  wohnte 1868 in der Semmelstraße 25 im Hause eines Kaufmanns, 1872 in der Burkarderstraße 10. Der Vater war inzwischen in der Aumühle ansässig. 1872 ist Gustav Adolph nicht mehr zu finden, dafür ein Former und Eisengießer namens Karl Friedrich Mössner in der Semmelstraße 42, möglicherweise ein Mitarbeiter des dort wohnenden Mechanikers und Glockengießers. Ob es sich dabei um den zweitältesten Sohn Friedrich handelt, ist ungewiss.

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