Elisabeth Holtgräve

(26. Oktober 1822 in Westkirchen – 31. Januar 1907 nach langer Krankheit) war die Frau von Johann Hermann Wegmann. Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratete sie Ignatz Schulze Bockholt, mit dem sie drei Kinder hatte: Ferdinand, der nach einem Tritt eines Pferdes in die Seite dahinsiechte und schließlich starb, Theresia, die das höhere Lehramtsexamen machte und dann in den Orden der Schwestern der göttlichen Vorsehung eintrat und in Texas starb, und Franziska, die Louis Zumloh auf Lohfeld heiratete, der in der Nähe des Wegmann-Hofes lebte.

Elisabeths Eltern waren Ferdinand Clemens Holtgräve und Anna Maria Elisabeth Schulte Boxel. Das Ehepaar heiratete am 25. Oktober 1809 in Westkirchen. Trauzeugen waren Johann Theodor Holtgräve und Gerhard Schulte Boxel. Die Väter von beiden Ehepartnern waren zu diesem Zeitpunkt schon gestorben. Außer Elisabeth hatte das Paar noch folgende Kinder: Johann Theodor (geb. 1810 in Telgte, wo seine Mutter zur Wallfahrt war, verh. mit Maria Theresia Everinghoff), Johann Gerhard (geb. 1811, Ackerknecht, wanderte 1847 nach Nordamerika aus), Laurentius (geb. 1815), Bernhard Hermann (geb. 1819), Maria Katharina und Bernhard.

Ferdinand Holtgräve (geb. 27. 7. 1778) war ein Sohn von Theodor Hermann Linnemann (möglicherweise ein Sohn von Jodocus Linnemann und Anna Catharina Grothuss) und Maria Katharina Holtgräve (geb. 24. August 1746). Seine Geschwister waren: Joseph (geb. 1776), Maria Elisabeth (geb. 1777), Theodor (geb. 1781), Laurenz Benedikt (geb. 1783), Maria Katharina (geb. 1785), Maria Gertrud (geb. 1787) und Theodor Hermann (geb. 1789).

Maria Katharina Holtgräve war die Tochter von Ferdinand Recklingloh und Elisabeth Holtgräve. Da ihr Mann ihren Namen annahm, hat sie wohl den Holtgräve-Hof übernommen, was aber verwundert, da sie 8 ältere Geschwister hatte: Anna (geb. 1728), Georg Ludwig (geb. 1830), Gerhard Ludwig (geb. 1833), Ferdinand Clemens (geb. 1835), Anna Maria (geb. 1837), Anna Maria Gertrud (geb. 1739), Laurenz Benedikt (geb. 1741) und Katharina Elisabeth (geb. 1759), dazu kam die jüngere Schwester Maria Theodora Elisabeth (geb. 1749). In einer Volkserhebung von 1749 sind aber nur noch Anna Maria, Ferdinand, Gertrud, Maria Katharina und Maria Theodora aufgeführt, was bedeutet, dass die übrigen Geschwister entweder schon gestorben oder aber außer Haus gewesen sind. Katharinas Bruder Ferdinand heiratete vermutlich eine Erbin namens Weggelmann und übernahm deren Hof. Jedenfalls war ein Ferdinand Clemens Holtgräve-Weggelmann der Taufpate von Maria Katharinas gleichnamigem Sohn war.

Über die Herkunft von Elisabeth Holtgräve habe ich keine sichere Informationen. Eine handgeschriebene Aufstellung in Familienbesitz listet als Generation zuvor Albert Holtgräve (geb. 1677) auf, der mit Gertrud Kombrink verheiratet war und folgende Kinder hatte: Georg (geb. 1705), Maria Katharina (geb. 1713), Anna Gertrud (geb. 1716), Anna Maria (geb. 1718) und Bernhard. Eine Elisabeth ist also nicht darunter. Da sie laut Volkserhebung 1749 41 Jahre war (diese Daten sind aber nicht immer präzise), müsste sie u, 1708 geboren worden sein. Vielleicht war sie die älteste Tochter von Albert, was zeitlich ganz gut in die relativ große Lücke zwischen Georg und Maria Katharina passen würde, wurde aber in der Liste vergessen. Dass sie den Hof übernahm bedeutet, dass ihre Brüder als Erben ausfielen. In der Volkserhebung von 1749 taucht ein Knecht namens Bernhard Holtgräve auf Elisabeths Hof auf. Möglicherweise handelt es sich dabei um den jüngeren Sohn von Albert. Vielleicht war er geistig behindert und deshalb nicht fähig den Hof zu übernehmen.

Albert Holtgräve war der Sohn von Johann Holtgräve und Katharina. Seine Geschwister waren: Anna (geb. 1676), Gertrud (geb. 1684), Margaretha (geb. 1690), Gerhard Heinrich (geb. 1694). Außerdem wird auf der erwähnten Liste für 1697 ein weiteres, namenloses Kind aufgeführt.

Die Liste beginnt mit Rotger Holtgräve (1620-1690). Dies könnte vom Alter her der Vater von Johann sein.

Der Holtgräve-Hof lag im Süden von Westkirchen, das heute zu Ennigerloh gehört, in der Bauernschaft Voßmar. Die Inhaber waren erst dem Freistuhl Hohenhorst, dann dem Amtshaus von Sassenberg abgabepflichtig. Sie hatten diesem jährlich 4 Fuder Deichholz zu liefern und alle sieben Jahre ein Pferd zum Abholen der Mühlsteine für die Emsmühle zu stellen oder mussten diese Pflicht für 2 Schilling ablösen. Namentlich taucht 1337 ein Hinricus Holtgreven in einer Urkunde auf.

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