Anna Maria Schulte Boxel

(get. 20. März 1784 in Wadersloh, Bauernschaft Basel) war die Frau von Ferdinand Clemens Holtgräve. Ihre Eltern waren Arnold Anton Schulte Boxel (18. Oktober 1733 – 1. Mai 1797) und Anna Maria Erdland, die am 20. September 1770 heirateten. Weitere Kinder des Paares waren: Johann Bernhard, Anna Margaretha, Anna Maria Elisabeth, Anna Maria Gertrud, Maria Sophia Franziska, Gerhard Henric und Johan Heinrich.

Arnold Schulte Boxel war der Sohn von Lubert Schulte Boxel (20. Oktober 1699 – 10. Februar 1783) und Elisabeth Linnemann (10. September 1701-1781, der Tochter von Bernard Bruggemann und Elisabeth Linnemann, aus Sünninghausen), die am 30. Mai 1724 in Sünninghausen heirateten (Trauzeugen: Gerhard Hermann Kammermann, Franciscus Moeßmann). Seine Geschwister waren: Anna Maria Elisabeth, Margareta Elisabeth,Johann Bernhard, Caspar Hermann, Anna Catharina, Maria Gertrud und Anna Gertrud.

Lubert Schulte Boxel war der Sohn von Balthasar Boxel (1674 – 1733) und Anna Dörhoff aus Oelde, die am 14. Februar 1695 heirateten. Seine Geschwister Kinder waren: Franz (geb. 1695) und Elisabeth. Bei der Volkszählung 1749 (Status animarum) lebten auch vier Knechte und drei Mägde auf dem Hof.

Balthasar Boxel war der Sohn von Franz Boxel (geb. vor 1637) und Anna Lin(d)nemans (gest. 1692), die am 30. Juli 1657 heirateten. Seine Geschwister waren: Franz (geb. 1658), Gertrud verh. Moller (geb. 1659), Conrad (geb. 1662), Anna (geb. 1662), Anton verh. Schulte Wibberg (geb. 1665), Margareta (geb. 1669), Maria (geb. 1671) und Catharina (geb. 1677). Ab der Geburt von Margaretha wird Franz als Colon Boxel bezeichnet, nie jedoch als Schulte Boxel.

Franz Boxel könnte der Sohn von Johann Boxel und Gertrud Brexel (gest. 1691) aus der Familie Schulte Brexel, die ebenfalls in Wadersloh, in der Bauernschaft Valhuss ansässig war. Seine Geschwister wären dann Elisabeth (geb. vor 1637), Anna (geb. 1641) und Heinrich (geb. 1645, Mutter: Else).

Johann Boxel könnte der Sohn von Caspar Boxell gewesen sein, der 1616 das Bürgerrecht in Beckum erhielt und 1620 angeklagt wurde, weil er mit einem Tafeltuch um die Schultern und einer Tüte auf dem Kopf den Pfarrer beim Segnen mit dem Weihwaser nachgeäfft hatte.

Der Hof bestand in dieser Zeit aus Haus, Schuppen, Nebenschuppen, Speicher, Backhaus und Schweinestall. An Vieh hatte man 8 Pferde, 10 Kühe, 9 Rinder, 3 Schweine. Die Schuldenlast betrug 443 Taler. Der Hof ist mindestens ab 1511 nachgewiesen. Der Vorsatz Schulte bezeichnete ähnlich wie Meyer ein gewisses niederes Amt in der Bauernschaft. Wadersloh gehört zu den Orten, wo es sehr viele Schulten gab. Der Titel war ursprünglich mit einer Flurbezeichnung verknüpft (Schulte to boxel). Anfangs wurde wohl auch nur der Hofbesitzer und Familienvorstand, also derjenige, der tatsächlich das Schultenamt ausübte, Schulte Boxel genannt, während die übrigen Familienmitglieder nur Boxel hießen. Spätestens Ende des 18. Jahrhundert scheint sich das aber geändert zu haben. Anna Maria Elisabeth wurde jedenfalls in den Urkunden als Schulte Boxel bezeichnet.

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